notamuse

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notamuse thematisiert die fehlende Sichtbarkeit von Grafikdesignerinnen in der Designöffentlichkeit. Die Bedeutung des Namens ist klar: not a muse. Anders als die Muse, die durch ihre inspirierende aber passive Funktion männliche, kreative Geister anregt, geht es uns um Designerinnen, die selbst schöpferisch tätig sind und sich aktiv an der Gestaltung der Designlandschaft beteiligen. notamuse stellt sie auf dieser Seite in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Silva Baum, Claudia Scheer und Lea Sievertsen wünschen sich mehr weibliche Vorbilder im Grafikdesign sowie eine diversere Designszene, jenseits von männlichen Heldenfiguren. Im Frühjahr 2017 führten notamuse deshalb 22 Interviews, in denen sie mit verschiedenen Frauen über Themen wie die neue Arbeitswelt und Frauen in „Männerberufen“, über die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Gestalter*innen und Sexismus im Berufsalltag sprachen. Sie diskutierten über gestalterische Haltung, Arbeitsabläufe und persönliche Erfahrungen in der Designwelt. Thematisch sortiert können die Antworten auf der Website verglichen werden und geben damit einen Einblick in die Design-Vorstellung der Gestalterinnen, in ihre Ideale und ihre persönliche Auseinandersetzung mit Gleichberechtigung – sowohl im Beruflichen als auch im Privaten. Neben der Website erschien 2019 zudem das Buch „notamuse – A New Perspective on Graphic Design“, das ausschließlich Arbeiten zeitgenössischer Grafikdesignerinnen präsentiert. Es versteht sich dabei als bewusste Geste, um den männlich dominierten Designdiskurs auszugleichen. (Texte und Bilder mit freundlicher Genehmigung von notamuse.)