Visible Design Space ist eine sich stets erweiternde Plattform, die weiblichen und non-binären Gestaltenden im Grafikdesign aus dem deutschsprachigen Raum eine Bühne geben und somit dem cis-männlich dominierten Diskurs in der Kreativbranche entgegenwirken möchte.

Ziel ist es die Notwendigkeit des Sichtbarmachens von non-binären Personen und Frauen im Design hervorzuheben und die Möglichkeit zu schaffen, diese innerhalb eines Archivs zueinanderzuführen, aktiv gegen stereotypische gesellschaftliche Rollen vorzugehen und sich für branchenübergreifende Gleichberechtigung stark zu machen.

Bei diesem Projekt geht es um Zusammenhalt, Empowerment und das Streben nach mehr Repräsentanz weiblicher sowie non-binärer Vorbilder. Die Motivation hinter der Plattform war die Bachelorarbeit von Lisa Grüb und Laura Dunse, die 2022 an der HAW Hamburg in Kommunikationsdesign ihren Abschluss zum Thema „Female Design Spaces – Über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten des Sichtbarmachens von Frauen im Grafikdesign“ absolviert haben. Bei den auf dem Visible Design Space genannten Designer*innen, Studios, Plattformen, Organisationen und Events werden jegliche Personen miteinbezogen, die sich als weiblich, non-binär, agender oder gender non-conforming bezeichnen. Zudem gibt es bei den Auswahlkriterien keine Beschränkungen bezüglich des Alters, der Ethnie, der Religion, der Sexualität, des Aussehens, der Berufserfahrung, aufgrund von Behinderung oder von Cis- oder Transgeschlechtlichkeit. Es wird hingegen versucht marginalisierte Gruppen stärker zu fördern und Diversität und Inklusion zu demonstrieren.

Des Weiteren wird angemerkt, dass diese Plattform als Experiment angesehen wird und nicht als fertiges Endprodukt. Die Website möchte keine optimale Problemlösung anbieten, sondern ist selbst Teil eines Versuchs und beleuchtet einen designspezifischen, aktuellen Stand. Die progressiven und teilweise politischen Arbeiten stellen vielmehr eine Zusammenstellung dar, die die eigene Suche nach zeitgenössischen Grafikdesigner*innen widerspiegelt und weder als neutral, noch als objektiv zu betrachten ist.

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